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<title>Wilhelm Stephan</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Wilhelm Stephan</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Wilhelm Stephan</b> (* <a href="19._Februar" title="19. Februar">19. Februar</a> <a href="1906" title="1906">1906</a> in <a href="L%C3%BCneburg" title="Lüneburg">Lüneburg</a>; † <a href="25._April" title="25. April">25. April</a> <a href="1994" title="1994">1994</a> in <a href="Bonn" title="Bonn">Bonn</a>) war ein deutscher <a href="Dirigent" title="Dirigent">Dirigent</a> und Musikinspizient der deutschen <a href="Bundeswehr" title="Bundeswehr">Bundeswehr</a>. Er spielte eine wesentliche Rolle bei der Aufstellung und Organisation des <a href="Milit%C3%A4rmusikdienst" title="Militärmusikdienst">Militärmusikdienstes</a> sowie der Musikkorps der Bundeswehr und gab die neue Sammlung <a href="Armeemarschsammlung#Sammlung_„Deutsche_Armeemärsche“_von_Wilhelm_Stephan" title="Armeemarschsammlung"><i>Deutsche Armeemärsche</i></a> heraus, die bis zum heutigen Tag im Gebrauch bei der Bundeswehr steht.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Biografie">Biografie</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Reichswehr">Reichswehr</h3></div>
<p>Wilhelm Stephan wurde am 19. Februar 1906 in Lüneburg geboren. Obwohl er nach seinem Schulabschluss die Ausbildung zum Buchhändler begann, überwog bei ihm seine Neigung zur <a href="Milit%C3%A4rmusik" title="Militärmusik">Militärmusik</a>, was zum Abbruch der Lehre und seiner Meldung als Freiwilliger bei dem II. (Preußischen) Bataillon des <a href="16._Infanterie-Regiment_(Reichswehr)" title="16. Infanterie-Regiment (Reichswehr)">16. Infanterie-Regiments</a> in <a href="Hannover" title="Hannover">Hannover</a> führte. Trotz kleiner Statur wurde Stephan in das Bataillon aufgenommen, wo er vom Januar bis Juli 1925 bei der 7. Kompanie seine Grundausbildung absolvierte und daraufhin in das Musikkorps des Bataillons als Posaunist eintrat. Die Leitung des Musikkorps oblag damals <a href="Adolf_Berdien" title="Adolf Berdien">Adolf Berdien</a>, bevor er 1927 nach <a href="Berlin-Spandau" title="Berlin-Spandau">Berlin-Spandau</a> wechselte. Im April 1932 wurde Stephan zum Musikmeisterstudium an die <a href="Universit%C3%A4t_der_K%C3%BCnste_Berlin" title="Universität der Künste Berlin">Staatliche akademische Hochschule für Musik Berlin</a> abkommandiert, wo er unter anderem auch die Posaunenklasse des berühmten Posaunisten Paul Weschke besuchte. Im März 1935 schloss Wilhelm Stephan sein Studium mit dem Prädikat <i>sehr gut</i> ab und wurde zum Musikmeister ernannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wehrmacht">Wehrmacht</h3></div>
<p>Nach seiner Beförderung übernahm Stephan das Musikkorps des neuen Infanterie-Regiments 59 in <a href="Hildesheim" title="Hildesheim">Hildesheim</a>. Da das Regiment sich noch im Aufstellungsprozess befand, musste das Orchester sowohl in Hildesheim als auch in <a href="Hannover" title="Hannover">Hannover</a>, wo das III. Bataillon stand, konzertieren bzw. bei den Truppenveranstaltungen spielen, was sich aufgrund des Mangels an Verkehrsmitteln für Stephan und seinen Klangkörper als körperlich anstrengend erwies.
</p><p>Nach dem Beginn des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieges</a> nahm Stephan mit seinem Regiment an dem <a href="%C3%9Cberfall_auf_Polen" title="Überfall auf Polen">Überfall auf Polen</a> teil, wo er den <i>Präsentiermarsch General von Oven</i> komponierte, der seinem Regimentskommandeur Generalmajor <a href="Karl_von_Oven_(Offizier)" title="Karl von Oven (Offizier)">Karl von Oven</a> gewidmet war. Den <a href="Westfeldzug" title="Westfeldzug">Westfeldzug</a> machte Stephan mit seiner Truppe ebenfalls mit. Nach der <a href="Waffenstillstand_von_Compi%C3%A8gne_(1940)" title="Waffenstillstand von Compiègne (1940)">Kapitulation Frankreichs</a>, als die <a href="19._Infanterie-Division_(Wehrmacht)" title="19. Infanterie-Division (Wehrmacht)">19. Infanterie-Division</a> an der <a href="Demarkationslinie_(Frankreich)" title="Demarkationslinie (Frankreich)">Demarkationslinie</a> stand, komponierte Stephan den Marsch <i>Vorwärts!</i>, der eine musikalische Umsetzung der Zurufe des Befehlshabers der <a href="Division_(Milit%C3%A4r)" title="Division (Militär)">Division</a> Generalmajor <a href="Otto_von_Knobelsdorff" title="Otto von Knobelsdorff">Otto von Knobelsdorff</a> an seine Soldaten darstellen sollte, was später zur Umbenennung in <i>Parademarsch General von Knobelsdorff</i> führte. Die beiden Märsche waren für das <a href="Armeemarschsammlung#Heeresmarschsammlung" title="Armeemarschsammlung"><i>Verzeichnis Deutscher Heeresmärsche</i></a> von <a href="Hermann_Schmidt_(Dirigent)" title="Hermann Schmidt (Dirigent)">Hermann Schmidt</a> vorgesehen, wurden infolge des Kriegsablaufs allerdings nicht aufgenommen. Nach dem Krieg wurden die Märsche von dem Komponisten in <i>Fahnengruß</i> und <i>Panzergrenadiermarsch</i> entsprechend umbenannt. Am 1. Oktober 1940 wurde Wilhelm Stephan zum Obermusikmeister befördert. Ebenfalls war er, genauso wie sein Regiment, an der <a href="Deutsch-Sowjetischer_Krieg" title="Deutsch-Sowjetischer Krieg">Ostfront</a> eingesetzt, wo er Konzerte, die vom <a href="Soldatensender" title="Soldatensender">Soldatensender</a> <a href="Charkow" class="mw-redirect" title="Charkow">Charkow</a> übertragen wurden, veranstaltete. Außerdem fungierte er aufgrund hoher Personalverluste als Ordonnanzoffizier beim Regimentsstab. Stephan kämpfte unter anderem im Gebiet von <a href="Schlacht_von_Rschew" title="Schlacht von Rschew">Rschew</a>, wo auch das Musikkorps der <a href="Division_Gro%C3%9Fdeutschland" title="Division Großdeutschland">Division Großdeutschland</a> unter seiner Betreuung anstelle des gefallenen Obermusikmeisters Guido Grosch stand.
</p><p>Am 6. Januar 1943 erfolgte die Versetzung Stephans nach Berlin, wo er zum Lehrer an der Staatlichen akademischen Hochschule für Musik avancierte. Er unterrichtete in den Fächern <a href="Dirigieren" title="Dirigieren">Dirigieren</a>, <a href="Instrumentation" title="Instrumentation">Instrumentation</a>, <a href="Milit%C3%A4rmusik" title="Militärmusik">Militärmusikgeschichte</a> und <a href="Musikinstrumentenkunde" title="Musikinstrumentenkunde">Instrumentenkunde</a> und leitete zahlreiche Konzerte mit den Musikmeisteranwärtern, unter anderem das Abschiedskonzert für den Heeresobermusikinspizienten und seinen ersten Leiter <a href="Adolf_Berdien" title="Adolf Berdien">Adolf Berdien</a>.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sein ehemaliger Schüler, später ein Musikkorpsleiter und Oberstleutnant der Bundeswehr Hanz Herzberg entsann sich Stephans mit folgenden Worten: „Als Stephan kam, ging die Sonne auf!“ Dennoch wurden die Lehrgänge im Herbst 1944 nach der Ausbombung des Hochschulgebäudes aufgelöst. Wilhelm Stephan wurde mit der Wirkung vom 1. April 1943 zum Stabsmusikmeister befördert und am 20. November 1944 als Leiter des Musikkorps der <a href="16._Panzer-Division_(Wehrmacht)" title="16. Panzer-Division (Wehrmacht)">16. Panzer-Division</a>, die damals in Polen kämpfte, eingesetzt. Nach dem Kriegsende geriet Stephan in die sowjetische Kriegsgefangenschaft, die er in den Lagern in <a href="T%C3%A1bor" title="Tábor">Tábor</a>, <a href="Br%C3%BCnn" title="Brünn">Brünn</a> und danach im Oranski-Kloster in der Nähe von <a href="Nischni_Nowgorod" title="Nischni Nowgorod">Gorki</a> verbrachte. Im September 1946 kehrte er zu seiner Familie nach <a href="Hildesheim" title="Hildesheim">Hildesheim</a> zurück.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bundeswehr">Bundeswehr</h3></div>
<p>In <a href="Hildesheim" title="Hildesheim">Hildesheim</a> gründete Wilhelm Stephan das Hildesheimer Volksorchester, mit dem er südlich von Hannover stets konzertierte, und war Lehrer für <a href="Musikinstrumentenkunde" title="Musikinstrumentenkunde">Instrumentenkunde</a> an der Volkshochschule Hildesheim. Zum 1. März 1948 wurde Stephan zum ersten Dirigenten des <a href="NDR_Radiophilharmonie" title="NDR Radiophilharmonie">Niedersächsischen Sinfonie-Orchesters</a> in <a href="Hannover" title="Hannover">Hannover</a> und bereits zum 1. Oktober 1948 avancierte er neben <a href="Walter_Martin_(Dirigent)" title="Walter Martin (Dirigent)">Walter Martin</a> zum Dirigenten des <a href="Hamburger_Rundfunkorchester" class="mw-redirect" title="Hamburger Rundfunkorchester">Hamburger Rundfunkorchesters</a>. Diese Stellung sorgte für die europaweite Anerkennung Stephans als einem begabten, für neue Werke offenen Dirigenten, was zahlreiche Konzerttourneen und seine Aktivität als Gastdirigent bei den europäischen Sendern in <a href="West-Berlin" title="West-Berlin">West-Berlin</a> (<a href="RIAS" title="RIAS">RIAS</a>), <a href="M%C3%BCnchen" title="München">München</a>, <a href="Wien" title="Wien">Wien</a>, <a href="Turin" title="Turin">Turin</a> und <a href="Hilversum" title="Hilversum">Hilversum</a> belegen.
</p><p>Nach der Gründung der <a href="Bundeswehr" title="Bundeswehr">Bundeswehr</a> im Jahre 1955 und der Aufstellung der ersten Bundeswehrmusikkorps überlegte sich Stephan immer wieder, ob er die Laufbahn eines Militärmusikers erneut einschlagen soll, obwohl er bereits eine günstige Stellung in <a href="Hamburg" title="Hamburg">Hamburg</a> hatte. Dennoch meldete sich Stephan bei der Bundeswehr, und am 16. Juni 1958 erfolgte seine Bestallung als Musikinspizient der Bundeswehr, aus Haushaltsgründen allerdings zunächst im Range eines <a href="Oberstleutnant#Bundeswehr" title="Oberstleutnant">Oberstleutnants</a>. Die Aufgaben des Musikinspizienten unterschieden sich von den Musikinspizienten der Teilstreitkräfte vor 1945, denn ein Musikinspizient der Bundeswehr war der höchste Fachdienstvorgesetzte, was die Vereinigung der organisatorischen und fachlichen Spitze in die Hände eines Musikoffiziers brachte und die unmittelbare Verbindung zwischen dem Musikinspizienten und den Musikkorpsleitern herstellte. Zu den Aufgaben des Musikinspizienten gehörten nicht nur jährliche Inspizierungen der Musikkorps auf den militärmusikalischen und truppendienstlichen Gebieten, die Beratung des <a href="Bundesministerium_der_Verteidigung" title="Bundesministerium der Verteidigung">Bundesministeriums für Verteidigung</a> in allen entsprechenden fachlichen Fragen, sondern auch fachdienstliche Beurteilungen und fachliche Einstellungsprüfungen sämtlicher Musikoffiziere sowie die Aus- und Weiterbildung der Militärmusiker in Form von Lehrgängen oder Tagungen.<sup id="cite_ref-masuhr-302_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-masuhr-302-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Allerdings musste Stephan unmittelbar nach seiner Bestallung auch organisatorische Probleme wie die Frage nach dem ministeriellen oder nicht ministeriellen Charakter des Musikwesens der Bundeswehr aufgreifen, die durch die zeitweilige Hinausverlagerung des Musikwesens zum <a href="Territorialheer" title="Territorialheer">Kommando Territoriale Verteidigung</a> ausgelöst wurde. Mit der Gründung des <a href="Streitkr%C3%A4fteamt" title="Streitkräfteamt">Bundeswehramtes</a> im Jahre 1960 kehrte die Militärmusik in das Bundesministerium der Verteidigung zurück, wofür die Vorstellungen und Schreiben Stephans an die zuständigen Instanzen nicht die letzte Rolle spielten.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Während seiner Amtszeit trat eine rege Aufbau- und Reorganisationsphase bei den Bundeswehrmusikkorps sowie deren quantitative und qualitative Erhöhung von 19 bis 21 Musikkorps ein, was dem internationalen Ruf der neuen deutschen Militärmusik verhalf. Sein größtes Werk bleibt die von 1960 bis 1962 für die <a href="Bundeswehr" title="Bundeswehr">Bundeswehr</a> neu angelegte Marschsammlung <a href="Armeemarschsammlung#Sammlung_„Deutsche_Armeemärsche“_von_Wilhelm_Stephan" title="Armeemarschsammlung"><i>Deutsche Armeemärsche</i></a>, die die von Wilhelm Stephan und seinem Assistenten Oberstleutnant <a href="Friedrich_Deisenroth" title="Friedrich Deisenroth">Friedrich Deisenroth</a> 145 ausgewählten Stücke aus der früheren <a href="Armeemarschsammlung#Die_preußische_Armeemarschsammlung" title="Armeemarschsammlung">preußischen Armeemarschsammlung</a> sowie des <a href="Armeemarschsammlung#Heeresmarschsammlung" title="Armeemarschsammlung"><i>Verzeichnisses Deutscher Heeresmärsche</i></a> enthält. Den Druck der von Stephan herausgegebenen Stimmbücher übernahm traditionsgemäß der Verlag Bote &amp; Bock.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dieses Verzeichnis bildet bis zum heutigen Tag die musikalische Grundausstattung für die Militärmusik der Bundeswehr. Am 20. Juli 1961 wurde Stephan zum Obersten befördert, was den Streit um die Zweckmäßigkeit dieses Ranges für eine Inspizientenstelle sowie um seine Besoldung zwischen dem <a href="Bundesministerium_der_Finanzen" title="Bundesministerium der Finanzen">Finanzministerium</a> und dem <a href="Deutscher_Bundestag" title="Deutscher Bundestag">Bundestag</a> einerseits und dem Verteidigungsministerium andererseits auslöste. Dennoch nahm Stephan seine Funktionen im Range eines Obersten z.&nbsp;b.&nbsp;V. bis zum Ruhestand weiter wahr.<sup id="cite_ref-masuhr-302_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-masuhr-302-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Stephan war der erste deutsche gastierende Militärdirigent, der 1963 ein großes Konzert mit der Royal Military School of Music in Kneller Hall in <a href="England" title="England">England</a> leitete. 1965 dirigierte er mit großem Erfolg die United States Military Band auf einem Konzert in <a href="Washington%2C_D.C." title="Washington, D.C.">Washington</a>. Er begründete die NATO-Musikfeste mit, die in <a href="M%C3%B6nchengladbach" title="Mönchengladbach">Mönchengladbach</a> und <a href="Kaiserslautern" title="Kaiserslautern">Kaiserslautern</a> stattfinden und bis heute in Deutschland durchgeführt werden. Bei Gelegenheit begleitete er auch die Bundeswehrmusikkorps während ihrer Tourneen sowohl im Ausland, wie 1961 das <a href="Musikkorps_der_Bundeswehr" title="Musikkorps der Bundeswehr">Stabsmusikkorps der Bundeswehr</a> nach <a href="Turin" title="Turin">Turin</a>, als auch im Inland, wo er die Musikkorps der bundesdeutschen Streitkräfte als Gastdirigent dirigierte und dadurch ihre Popularität bei der Bevölkerung gewann. Bei der Truppe erhielt Stephan den Spitznamen „Oberbeethoven“.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nicht die letzte Rolle spielte auch sein Engagement im Bereich der Schallplattenproduktion, vor allem die enge Zusammenarbeit Stephans mit dem Schallplattenproduzenten <a href="Philips" title="Philips">Philips</a>. Diese Kooperation gipfelte in dem von dem Stabsmusikkorps der Bundeswehr aufgenommenen Sammelwerk <i>Deutsche Armeemärsche</i>, das zunächst als 8 EPs produziert und infolge der großen Nachfrage zu 5 LPs erweitert wurde. Neben den handelsmäßig verkauften Exemplaren wurden diese Langspielplatten von der deutschen <a href="Bundesregierung_(Deutschland)" title="Bundesregierung (Deutschland)">Bundesregierung</a> auch als eine besondere Kassette an einige Staatsgäste übergeben. Des Weiteren kooperierte Stephan während seiner Zusammenarbeit mit Philips mit einigen ausgewählten Musikeinheiten der Bundeswehr wie dem <a href="Heeresmusikkorps_Hannover" title="Heeresmusikkorps Hannover">Heeresmusikkorps 1</a> in <a href="Hannover" title="Hannover">Hannover</a>, dem Luftwaffenmusikkorps 4 und dem <a href="Heeresmusikkorps_6" class="mw-redirect" title="Heeresmusikkorps 6">Heeresmusikkorps 6</a>, beide in <a href="Hamburg" title="Hamburg">Hamburg</a>. Einige dieser Aufnahmen erschienen später auch im CD-Format.
</p><p>Zum 31. März 1968 wurde Stephan pensioniert, wofür ein großes Abschiedskonzert veranstaltet wurde. Nach seiner Pensionierung lebte er zurückgezogen in <a href="Bonn" title="Bonn">Bonn</a>, leistete aber Hilfe in musikalischen Fragen und beriet die Militärmusiker weiter. Darüber hinaus sorgten die Einnahmen von den verkauften Schallplatten für ein relativ begütertes Dasein im Alter.
</p><p>Wilhelm Stephan starb am 25. April 1994 in Bonn.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Werke">Werke</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Werke_für_Blasorchester"><span id="Werke_f.C3.BCr_Blasorchester"></span>Werke für Blasorchester</h3></div>
<ul><li>1939 <i>Präsentiermarsch General von Oven</i> bzw. <i>Fahnengruß</i></li>
<li>1940 <i>Vorwärts!</i> bzw. <i>Panzergrenadiermarsch</i></li>
<li>1965 <i>Rahmenmelodie für den Harmonisierten Zapfenstreich der Königlich Hannoverschen Leichten Infanterie</i></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Hasso Krappe: <i>Wilhelm Stephan</i>. In: <i>Mit klingendem Spiel</i> 17 (3), 1994, S. 140–146.</li>
<li>Fritz Masuhr (Bearb.): <i>Die Militärmusik in der Bundeswehr. Militärmusik-Geschichte 1955–1975</i>. Bonn 1977.</li>
<li>Joachim Toeche-Mittler: <i>Nachruf auf Oberst a.D. Wilhelm Stephan</i>. In: <i>Mit klingendem Spiel</i> 17 (2), 1994, S. 85.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hörbeispiele"><span id="H.C3.B6rbeispiele"></span>Hörbeispiele</h3></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=UgwQrF1aAa0"><i>Panzergrenadiermarsch</i></a> auf <a href="YouTube" title="YouTube">YouTube</a>, aufgenommen vom <a href="Musikkorps_der_Bundeswehr" title="Musikkorps der Bundeswehr">Musikkorps der Bundeswehr</a>; Leitung: Oberstleutnant <a href="Christoph_Scheibling" title="Christoph Scheibling">Christoph Scheibling</a>.</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=5ONbFNgmDiw"><i>Revue-Marsch</i></a> auf <a href="YouTube" title="YouTube">YouTube</a>, aufgenommen vom Stabsmusikkorps der Bundeswehr, Siegburg; Leitung: Musikinspizient der Bundeswehr Oberst Wilhelm Stephan.</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=m0FYY2rMz_8"><i>Faschingssuite</i></a> auf <a href="YouTube" title="YouTube">YouTube</a>, aufgenommen vom Hamburger Rundfunkorchester; Leitung: Wilhelm Stephan.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Abschiedskonzert für Prof. Berdien</i>. In: <i>Deutsche Militär-Musiker-Zeitung</i> 66 (15/16), 1944, S. 92–93.</span>
</li>
<li id="cite_note-masuhr-302-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-masuhr-302_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-masuhr-302_2-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Fritz Masuhr (Bearb.): <i>Die Militärmusik in der Bundeswehr. Militärmusik-Geschichte 1955–1975</i>. Bonn 1977, S. 302.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Fritz Masuhr (Bearb.): <i>Die Militärmusik in der Bundeswehr. Militärmusik-Geschichte 1955–1975</i>. Bonn 1977, S. 401ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Bernhard Höfele: <i>Die deutsche Militärmusik. Ein Beitrag zu ihrer Geschichte</i>. Köln 1999, S. 115.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><cite style="font-style:italic">Mund der Kanonen</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Der_Spiegel" title="Der Spiegel">Der Spiegel</a></cite>. <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>14</span>, 1968, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>71</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46093991.html">online</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Wilhelm+Stephan&amp;rft.atitle=Mund+der+Kanonen&amp;rft.date=1968&amp;rft.genre=journal&amp;rft.issue=14&amp;rft.jtitle=Der+Spiegel&amp;rft.pages=71" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
</ol>
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Normdaten&nbsp;(Person): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/134228472">134228472</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/no2003003795">no2003003795</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/75064657/">75064657</a></span> | </div>
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